Bilder: Peter Nath, wikimedia, CC-BY-SA 4.0 - Stadtarchiv Offenburg

Am Samstag, den 13.06. wollen wir nach Offenburg, wir treffen uns um 11.00 Uhr vor Ort.

Dort schauen wir uns an, wie Transformation im echten Leben aussieht. Aus dem alten Schlachthof wird in den kommenden Jahren ein Kulturzentrum. Wir dürfen nochmal reinschauen, bevor die Bauarbeiten beginnen!

„Urban Mining“, war das Thema bei den umliegenden Hallen. Jonas Läufer vom Kollektiv Baukreisel gibt uns einen Einblick ins zirkuläre Bauen und zeigt, was aus alten Baumaterialien neu entstehen kann.

Und entlang des Mühlbachs wurde aus aus alten, unansehlichen Industriearealen eine lebendiges Quartier und eine grüne Mitte. Die Bauforscherin Dr. Katharina Herrmann geht mit uns auf Spurensuche.

Hier geht’s zur Anmeldung: https://eveeno.com/exkursion-og

Ablauf

Treffpunkt 1: 10.00 Uhr – P+R Parkplatz Umkirch, Fahrt in Fahrgemeinschaften (bitte in der Anmeldung ankreuzen, Rückmeldung folgt per Mail ca. ein, zwei Tage vorher)

Treffpunkt 2: 11.00 Uhr ehemaliger Schlachthof Offenburg

Ende: ca. 16.00 Uhr (offen) – zwischenduch Einkehr (geplant Café Alte Weberei)

Mehr zum Programm:

Bild: Schlachthof Offenburg innen - Peter Nath, wikimedia, CC-BY-SA 4.0

Der alte Schlachthof

Der Schlachthof wurde 1905/06 errichtet. Der Schlachthof wurde 2019 geschlossen. Das Gebäude soll in Kürze zu einem Kultur- und Kreativzentrum umgebaut werden und bildet den Mittelpunkt eines ganzen Kreativareals, dem Canvas+ Quarier. Christoph Würtz, Projektleiter der Stadt Offenburg gibt uns einen Einblick in das Projekt.

Zirkuläres Bauen

Für das CANVAS+ Areal in Offenburg das Baukreisel-Kollektiv die Wiederverwendung sämtlicher Bauteile geprüft, mögliche Nachnutzungsszenarien skizziert und den zerstörungsfreien selektiven Rückbau begleitet. Gebäude wurden vor dem Abbruch digitalisiert, analysiert und gezielt Rückgebaut.

Jonas Läufer gibt uns einen Einblick in dieses spannende Projekt und zeigt wie aus alten Bauteilen neue Gebäude entstehen können.

Bild: Baukreisel

Mühlbach

Ein großes Sanierungsgebiet in Offenburg war in der Verganegheit die Entwicklung entlang des Mühlbaches. Heute ist die Anlage entlang des Mühlbaches eine grüne Lunge für die Stadt und ein spannendes Beispiel für Stadtentwicklung. Die Bauforscherin Dr. Katharina Herrmann zeigt uns entlang des Mühlbaches immer wieder Fenster in die Geschichte. Eine spannende Spurensuche.

Bilder: Stadtarchiv Offenburg

Der Mühlbach diente bis ins späte 19. Jahrhundert als Floßkanal. Daher war die Instandhaltung des Wasserlaufes und Uferbebauung besonders wichtig.

Seit dem Mittelalter sind Mühlen am Mühlbach urkundlich belegt. Daraus entwickelten sich Industriebetriebe wie die Spinnerei und Weberei. An den Seitenarmen, die nicht erhalten sind, befanden sich weitere Fabriken. Außerhalb der Stadt lag die Armbrustersche Säge, welche später zum Wasserwerk umgebaut wurde.

Außerdem wurde das Wasser des Mühlbaches zur Wiesenwässerung verwendet.

Auch die Abwässer der Stadt wurden seit dem Mittelalter in den Mühlbach geleitet. Ein barocker Kanal ist ergraben, moderne Leitungen sind aus Quellen belegt.

Die Reste von mehreren Badeanstalten am Bach sind noch zu erkennen.

An diversen Waschplätzen konnten die Offenburger Hausfrauen ihre Wäsche waschen, aber es gab auch mehreren Wäschereien, in denen man seine Wäsche waschen lassen konnte.

Eine eigene Eisenbahnlinie erschloss das Firmengelände der Spinn und Weberei, den Schlachthof und das Gaswerk.

Die Geschichte der Überwege über den Mühlbach und der Brücken wird ebenfalls thematisiert.

Hier geht’s zur Anmeldung: https://eveeno.com/exkursion-og