Konversion – Chance für die Stadt

Ein Online-Impulsabend mit anschließender Diskussionsrunde


Umnutzen alter Industrieareale und die Chance es besser zu machen.

Wenn sich Strukturen wandeln, entstehen neue Freiräume. Alte Industrieareale warten darauf neu belebt zu werden. Für Städte und Gemeinden bieten sich hier Chancen, die es zu nutzen gilt. Doch wie lässt sich das bewerkstelligen? Angesichts knapper Kassen ist der schnelle Verkauf oft verlockend und die vermeintlich einfachste Lösung. Doch werden damit nicht Chancen verpasst? Gibt es tragfähige Alternativen dazu? Wie bemisst sich Rendite – nur in Euro oder auch in Gemeinwohl? Was sind überhaupt die Anforderungen an einen zeitgemäßen Stadtraum? Und wie aktiviere ich das Potential derer, die den urbanen Raum nutzen und bespielen sollen? Wie gestaltet sich zeitgemäße Partizipation?

Diesen Fragen (und vielen mehr) wollen wir an diesem Impulsabend nachgehen:


Die Impulse


03a – Öffentlicher Raum als Zukunftsaufgabe – Kommunale Herausforderungen und Chancen für die Stadtentwicklung
Christoph Walther, Urban Catalyst

Zukünftige Anforderungen an öffentliche Räume unterliegen global bedingten und lokal geprägten Veränderungsdynamiken. Dies kommt etwa in Fragen zu Klimaanpassung, langfristigem Unterhalt oder Flächengerechtigkeit zum Ausdruck. Der Beitrag ordnet zunächst aktuelle Themen und Herausforderungen des öffentlichen Raums, um aus dieser Perspektive die Entwicklung von Konversionsflächen zu diskutieren.


03b – Transformation für alle – Gemeinwohlorientierte Stadtteilentwicklung
Lisa Hahn, Referentin Gemeinwohl, Montag Stiftung Urbane Räume

Nach dem Initialkapital-Prinzip entwickelt die Montag Stiftung Urbane Räume in einem kokreativen Prozess mit vielen Beteiligten seit mehr als zehn Jahren Immobilien mit Wirkung in den Stadtteil. Zum größten Teil handelt es sich dabei um Sanierungen von Bestandsimmobilien im (Teil-)Leerstand, die aufgrund ihres Standorts oder ihrer Geschichte eine Schlüsselrolle im Stadtteil spielen. Die Projekte tragen sich wirtschaftlich selbst und bieten damit langfristig Räume und Möglichkeiten des Engagements, um die Stadtteile chancengerechter zu gestalten.


03c – Kooperativer Stadtraum: Aktivieren statt beteiligen
Caro Lahode, Stadtlücken e.V.

Stadtlücken ist ein gemeinnütziger Verein, initiiert von Gestalter*innen unterschiedlicher Disziplinen. Er wurde aus dem Bedürfnis heraus gegründet, das Bewusstsein für die Bedeutung des öffentlichen Raums als Grundlage für unser demokratisches Zusammenleben zu schärfen. Ziel ist ein digitalanaloges Netzwerk für das gemeinsame Entwickeln einer lebenswerten Stadt zu fördern. Stadtlücken sind potentielle Angriffspunkte und Möglichkeitsräume, in einem verspekulierten Stadtsystem dennoch Initiative zu ergreifen. (Baulücken, Wissenslücken, Rechtslücken, Kommunikationslücken, Soziale Lücken, uvm.) Mit kreativen Methoden und Strategien der kooperativen Stadtgestaltung machen wir diese Lücken sichtbar, rücken Orte und Themen ins Bewusstsein und öffnen ungenutzten Raum, um diesen für gemeinwohlorientierte Projekte zugänglich zu machen.

Anmeldung

Zur Anmeldung erfolgt via eveeno.com: https://eveeno.com/206342079

Die Teilnahme ist kostenfrei – Es sind Fortbildungspunkte bei der Architektenkammer beantragt